Städte, Landschaften und Blumen sind Inspiration für meine Bilder.

Alle Sinne auf den Malprozess zu konzentrieren gelingt mir am besten bei der Pleinairmalerei.

Mit Papier, Farben, Pinseln, Wasser und einem Hocker ausgestattet, suche ich einen Platz vor dem Motiv. Ob auf dem Grünstreifen einer Autobahn, einer Ecke auf einem belebten Markt oder auf der Parkbank. Für 2 – 4 Stunden kann ich dort eine Verbindung mit dem Motiv eingehen und mich ganz in der Malerei verlieren.

Das Motiv und die Beziehung zur Umgebung, das Wetter und die Menschen vor Ort beeinflussen den kreativen Prozess und finden schließlich im fertigen Bild ihre Entsprechung. Daher ist auch kein Bild wie das andere, denn jeder Moment ist anders. Schließlich malt auch oft der Zufall mit, denn gerade die Aquarellmalerei verlangt, dass man auch los lässt, damit sich das Bilder „selber malen kann“.

Obwohl ich auch Tusche, Acryl oder Tinte verwende, sind meine Bilder mit ihren ausdrucksstarken Farben immer als Aquarelle erkennbar. Dabei spielen für mich die Regeln der klassischen Aquarellmalerei keine große Bedeutung, denn ich habe für mich viele andere Techniken entdeckt, die ich in meiner Malerei verwende. Hierbei gilt es oft auch mit Mut bereits erschaffenes wieder zu zerstören um Raum für Neues zu schaffen. Dies hinterlässt im fertigen Bild immer Spuren, die in Verbindung mit dem neu Geschaffenen besonders interessante Elemente im fertigen Aquarell erzeugen. Auch Arbeitsspuren beleben die Bilder und erhalten zusätzlich neue Interpretationsmöglichkeiten.

Dem Betrachter bietet sich meist ein Moment des Wiedererkennens, der gleichzeitig dazu auffordert die festgefahrenen Sehgewohnheiten in Frage zu stellen und sich mit dem Motiv neu auseinander zu setzen.

Mir ist die Farbigkeit meiner Bilder besonders wichtig, denn sie unterstützt die spezielle Stimmung und den Charakter des Aquarells.


Christian Gödert

 

  

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Johanna Park Leipzig 2016